Die Geschichte der ERNE Gruppe
Die ERNE Gruppe vereint seit 1906 Tradition, Innovationskraft und unternehmerischen Weitblick. Über vier Generationen hinweg entwickelte sich das Familienunternehmen von einem regionalen Baugeschäft zu einer vielseitigen Unternehmensgruppe mit spezialisierten Kompetenzen in Bau, Holzbau, Immobilien und weiteren zukunftsorientierten Leistungen.


Seit 2025
Kontinuität, neue Perspektiven und starke Führung
Seit dem 1. Januar 2024 ist Giuseppe Santagada CEO der ERNE Gruppe. 2025 wird er zudem als Teilhaber und Minderheitsaktionär im Kreis der Familienaktionäre offiziell willkommen geheissen. Mit dieser Beteiligung übernimmt Santagada zusätzliche unternehmerische Verantwortung und bringt seine Führungserfahrung in die strategische Weiterentwicklung der ERNE Gruppe ein.
Dieser Schritt setzt ein deutliches Zeichen für Kontinuität, Vertrauen und nachhaltige Zukunftsausrichtung des Familienunternehmens. Mit über 1200 Mitarbeitenden zählt die ERNE Gruppe heute zu den bedeutenden Arbeitgebern in der Baubranche und demonstriert zugleich ihre Wachstumskraft und Innovationsstärke. 2026 feiert die ERNE Gruppe ihr 120-jähriges Bestehen.


2010 - 2023
4. Generation – Führung und Markterweiterung
2010 übernehmen Daniel und Christoph Erne mehrere Verwaltungsratsmandate in den Unternehmen der ERNE Gruppe, wobei Daniel Erne Verwaltungsratspräsident der Holzbauunternehmen wird. Damit tritt die vierte Generation in Führungsverantwortung. Die ERNE-Fanten etablieren sich als schweizweit grösste Saugbagger-Flotte und die ERNE AG Holzbau bezieht ihre neuen Räumlichkeiten in Stein. Zur Erweiterung des Marktgebiets werden die NEUE KUHN AG in Niederrohrdorf sowie die ARNOLD Bau AG in Solothurn übernommen und in die ERNE AG Bauunternehmung integriert. 2017 feiert die ERNE Gruppe ihr 111-jähriges Bestehen mit einem grossen Sommerfestival auf dem ERNE-Areal in Laufenburg. Über 6000 Besucher geniessen Musik, Streetfood und zahlreiche Attraktionen auf dem rund 25.000 m² grossen Festivalgelände.


2021 sowie 2023 feiern die Holzbauunternehmen der ERNE Gruppe – die ERNE AG Holzbau und die HUSNER AG Holzbau – jeweils ihr 75-jähriges Bestehen. Zudem werden wichtige Unternehmensstrukturen modernisiert: Aus der Saugbagger-Sparte der ERNE AG Bauunternehmung entsteht die ERNEFANT AG, und die ERLA Immobilien AG wird zur ERNE Immo AG. Die ERNE AG Holzbau bezieht ihren Büroneubau in Stein und die ERNE AG Bauunternehmung eröffnet das umgebaute Bürogebäude des Werkhofs in Füllinsdorf.
Ein bedeutender Generationswechsel an der Spitze erfolgt 2023: Erich Erne tritt als Verwaltungsratspräsident zurück und übergibt das Präsidium an seinen Sohn Daniel Erne, während Christoph Erne die Rolle des Vizepräsidenten übernimmt. Mit diesem Schritt tritt die vierte Generation vollständig in die operative Führung der ERNE Gruppe ein und sichert die erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens.


1971- 2010
3. Generation – Aufbau, Expansion und Diversifikation
1971 übernehmen Erich Erne (dipl. Ing. ETH) und Rudolf Erne (Kaufmann) die operative Leitung der ERNE AG Bauunternehmung und der ERNE AG Holzbau mit 150 Mitarbeitenden. Die Wirtschaftskrise zwingt zur Reduktion der Saisonierstellen, wodurch die Belegschaft vorübergehend auf 75 sinkt. Mit der Übernahme der HUSNER AG Holzbau 1977 wächst sie jedoch wieder auf 150 Mitarbeitende. In den 1980er- und 1990er-Jahren werden neue Geschäftsfelder erschlossen und die Unternehmensstruktur professionalisiert. 2001 wird die Dachgesellschaft ERNE Holding AG gegründet. Im selben Jahr entsteht die Kies + Beton Münchwilen AG als Tochterunternehmen der ERNE AG Bauunternehmung.


2004 übergibt Erich Erne die operative Geschäftsleitung, bleibt aber Verwaltungsratspräsident. Die ERNE Gruppe setzt in dieser Phase verstärkt auf Qualitätsmanagement, Zertifizierungen und nachhaltige Bauprojekte. Die ERNE AG Holzbau gewinnt den Europäischen Solarpreis für das Minergie-P Projekt «Wattwerk», während die Bauunternehmung ISO 9001, EKAS 6508 und PQM-Zertifizierungen erhält. 2006 feiert die Gruppe ihr 100-jähriges Bestehen mit über 13’000 Besuchern und erstmals mehr als 500 Mitarbeitenden.
Zwischen 2008 und 2010 erfolgt die strategische Erweiterung des Marktgebiets: Die ERNE AG Bauunternehmung übernimmt die Gebr. Meier AG Tiefbau sowie die AG Jäggi, wodurch das Tief- und Hochbaugeschäft in der Region Olten gestärkt wird. Die Kies + Beton Münchwilen AG nimmt die Aushubwaschanlage in Betrieb und schliesst damit den ökologischen Materialkreislauf. 2009 werden die ERNE AG Holzbau und die HUSNER AG Holzbau für die Umsetzung der Minergie‑P-ECO Fassade der Null-Energie Wohnüberbauung «Eulachhof, Winterthur» mit dem Watt d’Or ausgezeichnet.


1932- 1971
2. Generation – Die Ära der Spezialisierung
Mit Victor (dipl. Bauingenieur) und Paul Erne (dipl. Hochbautechniker) tritt 1932 die zweite Generation in die Firma ein. Die Ertragslage verbessert sich mit dem Aufschwung und ermöglicht den Kauf des „Maxima Kleinkran“ – einer Attraktion, welche den Bau 3-stöckiger Häuser ermöglicht. Der Baubedarf der Nachkriegszeit bringt 1950 einen Bauboom und ermöglicht einen rasanten Anstieg des Bauvolumens.


1965 stellt einen wichtigen Meilenstein in der Unternehmensentwicklung dar: Das Unternehmen wird in zwei eigenständige Schwesterfirmen aufgeteilt. Die ERNE AG Bauunternehmung übernimmt fortan Victor Erne, während die ERNE AG Holzbau unter der Leitung von Paul und Elsa Erne steht. Diese Aufteilung schaffte die Grundlage für eine gezielte Spezialisierung der Geschäftsbereiche und die unabhängige Weiterentwicklung von Bau- und Holzbaukompetenzen – ein entscheidender Schritt für das spätere Wachstum und die Diversifikation der ERNE Gruppe.


1906 – 1932
1. Generation – Zeit des Pioniergeists
1906 gründet Joseph Erne gemeinsam mit seiner Frau Frida Speiser unter einfachsten Bedingungen das Joseph Erne-Speiser Baugeschäft in Laufenburg. Bereits ein Jahr später realisieren sie ein kombiniertes Geschäfts- und Wohnhaus, das bis heute als ERNE Hauptsitz dient.


Nach dem Ersten Weltkrieg nimmt die Bautätigkeit wieder deutlich Fahrt auf: Die Nachfrage steigt, und die Belegschaft wächst zeitweise auf bis zu 150 Mitarbeitende. Ein Grossprojekt in Waldshut – der Bau von 20 Zweifamilienhäusern und einer Schule – wird jedoch von der rasanten Inflation in Deutschland überschattet. Mit dem Projekt werden zwar Einnahmen von mehreren Billionen Euro erwirtschaftet, jedoch reicht dies nicht einmal mehr um die Rechnung für einen viertel Wein, ein Gnagi, ein Lachsbrot und einen Sprudel zu bezahlen.